Phonokoffer 3 – Die Show zum Release
feat.
Schneider FM (aka Schneider TM/Berlin)
Bandaranaik (Masha Qrella and Julia Kliemann/Berlin)
Elektrogrill
Bandaranaik
sind nicht AU REVOIR SIMONE und auch nicht TRIO. Und ein Quartett schon gar nicht. Sie sind ein DUO, aber sie sind weder
BOY noch Girl, weder Johnny noch Mary, weder Lola noch Mika, sondern Julia und Masha aus Hildesheim und Berlin-Hohenschönhausen.
Julia singt, schreibt Songs und spielt Keyboard. Masha spielt Gitarre, singt und arrangiert. Bandaranaik sind
ein Phantom. Niemand weiß, wann und wo sie das letzte Mal aufgetreten sind (man munkelte was von Lüneburg) und ob sie
jemals wieder spielen werden (man munkelt was von Anfang Oktober).
Bandaranaik ist ein Flughafen in Sri Lanka. Hier lernten sich Ende der 90er-Jahre die beiden Berliner Künstler- und Musikerinnen
Julia Kliemann und Masha Qrella kennen. Bisher hatte man sich schon mal beim Ausgehen gesehen, vor allem auf
Konzerten. Sie wurden bald Freundinnen und später, als Julias legendäre Zartcore-Band Komëit schon eine Weile nicht mehr
existierte, kam sie mit ihren Liedskizzen zu Masha, die diese so gut fand, daß beide entschlossen, ein gemeinsames Projekt
in Form eines Popduos mit Gitarre, Keyboard, Gesang und Beats zu starten. Manchmal covern sie auch Johnny und Mary
von Robert Palmer.
Bandaranaik gab bisher nur drei Konzerte (eins davon auf dem Down By The River Festival 2010), dann verschwand die Band.
Die Meisten dachten, das Projekt extistiere nicht mehr. Aber nun sind sie zurück, tolle Lieder sind aufgenommen (eins davon –
Five More Years – für den Phonokoffer-Sampler) und am 2. Oktober treten sie live im Goldenen Salon auf. Ein Release ist für
Anfang 2013 geplant. www.bandaranaik.com
Ran Huber, amSTARt
Schneider FM
Dirk Dresselhaus a.k.a. Schneider ist derzeit als Musiker umtriebig unterwegs. Als Hörspiel-, Film, und Theaterkomponist
etwa, oder live improvisierend mit Avantgarde- bzw. Krautrocklegenden wie Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten)
und Damo Suzuki (Can). Ein weiterer Höhepunkt dieser Schaffensphase ist die Veröffentlichung des neuen Albums von
Schneider TM "Construction Sounds" auf Bureau B Ende September 2012. Dies alles hat in seiner radikal experimentellen
Art nicht mehr viel mit dem Electro-Psych-Pop vom Vorgänger-Album "Skoda Mluvit" (City Slang, 2006) zu tun.
Im Gegensatz dazu verfolgt Dirk Dresselhaus mit dem Format "Schneider FM" – FM steht hier für Folk Music – einen eher
konventionellen Ansatz. Als Schneider FM spielt Dirk reduzierte Akustikversionen seiner Songs mit Gitarre und Mundharmonika
– neben neuen auch alte aus mittlerweile 25 Jahren Schaffenszeit. Gelegentlich mündet dies dann in eine verzerrte
Improvisation. (Für Dirk sind letzten Endes all die Töne, die er produziert, Popmusik).
Schneider FM klingt so, wie die Hip Young Things (Glitterhouse) vielleicht Ende der 60er-Jahre geklungen hätten. Irgendwie
ist es dann auch eine wehmütige Reise in die Zeit Ende 80er-/Anfang 90er-Jahre, jedoch mit einer dazu gewonnenen
Reflexionsfähigkeit.
Und wer weiß, vielleicht dürfen wir uns schon bald über ein Debütalbum von Schneider FM freuen.
www.schneidertm.net, www.myspace.com/dirkdresselhaus, www.myspace.com/hipyoungthings, www.myspace.com/
locustfudge
Elektrogrill
Die Band Elektrogrill aus Münster gibt es seit 2003. Songschreiber Michael Göring genügte es nicht mehr, seine Stücke
allein auf der Akustikgitarre zu spielen. Eine Band musste her! Nach einigem Personalwechsel hat sich die Zusammen-
arbeit mit Christian Spieker (Gitarre, Tasten), Götz Grommek (Ex-Samba, Bass) und Benjamin Kövener (Schlagzeug) ergeben.
Da die vier Bandmitglieder jeweils eigene musikalische Vorlieben haben, hört sich ein Elektrogrill-Song auch nicht
genau nach Pavement (Michael), Neil Young (Christian), The Smiths (Götz) oder Queen (Kövi) an, sondern im gemeinsamen
Spiel entsteht ein ganz eigenes Gemisch.
Es handelt sich um Indie-Pop-Rock, bei dem zumeist in deutscher Sprache gesungen wird. Die Texte wirken häufig collagen-
und sloganhaft und "bieten in ihrer Unabgeschlossenheit Material zum Weiterspüren an" (Manuel Breer). In aller
Regelmäßigkeit
erscheinen Elektrogrill-CDs und -EPs, früher in schöner Lo-Fi-Manier im Proberaum aufgenommen, inzwischen
aber auch mit professionellerem Anspruch. Das neueste Erzeugnis ist die EP "Geh einfach davon aus, dass es
klappt". Die hier zu hörenden sechs Songs sind von Tobias Mennemeyer im Notaufnahme-Studio (Münster) aufgenommen
und von Ramin Bijan (Die Türen) gemischt worden.
Elektrogrill gehört zu dem von Gisbert zu Knyphausen gegründeten Netzwerk/Label Omaha-Records, einer Versammlung
von gleichgesinnten Bands und Musikern, denen es in erster Linie um das Streben nach "dem guten Song" geht.
www.myspace.com/elektrogrill, www.reverbnation.com/elektrogrill
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